Die Murianer Bevölkerung hat in einer «Denkwerkstatt» am neuen Leitbild mitgearbeitet. Die 1234 Hektaren Gemeindefläche werden nicht ausreichen, um allen räumlichen Wünschen nachzukommen.

Das Interesse am Angebot des Gemeinderates, sich an der Entwicklung eines neuen Leitbildes für Muri zu beteiligen, war mässig. Gut 40 Personen nahmen am Samstagmorgen in der Turnhalle Rösslimatt teil; zählt man jedoch Gemeinderat, Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung, Kommissionsmitglieder und die Delegationen der Ortsparteien weg, waren es noch etwa ein Dutzend Interessierte aus der Bevölkerung, die sich aktiv an dieser Veranstaltung einbrachten.
In einem ersten Teil führte der Moderator des Anlasses, Dr. oec. HSG Jean-Claude Kleiner, Inhaber der JC Kleiner GmbH, Gemeinde- und Unternehmensberatung, St. Gallen, in die Thematik ein. Er wies speziell auf die demografischen Veränderungen mit dem gesamtschweizerisch wachsenden Altersdurchschnitt und auf den gesellschaftlichen Wandel hin, der vermehrt alternative Familienformen und ein starkes Anwachsen des Anteils von Kleinhaushalten hervorbringt.
Unterschiedlichste Vorstellungen
Nach der Einführung waren die Teilnehmenden an der Reihe. Zu zwölf ausgewählten Schwerpunktbereichen wie beispielsweise «Familienfreundlichkeit», «Wohnraum/Bauland», «Schulwesen/Schulraum» oder «Lädelisterben/Einkaufen im Dorf» konnten entsprechend den Themen auf Stellwänden Ideen und Impulse formuliert werden. Hier fiel auf, dass die Anregungen von einem sehr unterschiedlichen Bedürfnis- und Zeithorizont geprägt waren.
Neben Ideen und Wünschen kam in einigen Bereichen aber auch die Zufriedenheit der Bevölkerung zum Ausdruck. Es bestehe ein aktives Vereinsleben, dieses sei zu erhalten. Auch wurde das Freizeitangebot also erfreulich eingestuft. Die Zahl der Spielplätze wurde ebenfalls als ausreichend taxiert.

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 12. September 2017