Hauptübungen der Feuwerwehr in mehreren Gemeinden
Szenen wie aus einem Actionfilm spielten sich letzten Samstagnachmittag in Muri ab. Erschreckte Passanten konnten aber beruhigt werden.

«Ohje, was ist denn da Schlimmes passiert?», erschrickt eine ältere Frau während ihrem Wochendspaziergang. Ein wahrlich bedrohlicher Anblick bietet sich ihr. Zwei verunfallte Personenwagen, einer gekippt, der andere von einer Traktorgabel aufgespiesst. Mehrere teils schwerverletzt aussehende Personen befinden sich noch in den Fahrzeugen. Rundherum sieht man Feuerwehrmänner in voller Montur, die zusammen mit dem Rettungsdienst alles dafür tun, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Weit mehr als Feuer löschen
«Gott sei Dank», atmet die Dame auf, als sie von einem der vielen Schaulustigen, erfährt, dass alles nur inszeniert ist. Am Wochenende war es in zahlreichen Orten im Freiamt wieder Zeit für die alljährliche Hauptübung der Feuerwehr. So auch in Muri.
Oft genug ist die Situation sehr ernst wenn die Männer in Rot auf den Platz treten. Der Einsatzleiter trifft zusammen mit seinen Helfern als erster am Unfallort ein. In dieser ersten Phase, die auch als «Chaosphase» bezeichnet wird, ist es wichtig dass er sich möglichst schnell einen ersten Überblick verschafft, um dann möglichst zeitnah präzise Befehle an die nachrückenden Rettungskräfte geben zu können.
Ähnliche Übungsszenarien ereigenten sich an diesem Wochenende in Bünzen, Waltenschwil und Besenbüren. Brennt es tagsüber in Bünzen oder Boswil, können kaum genügend Feuerwehrleute aufgeboten werden. Im kommenden Jahr wird die Feuerwehr Bünzen deshalb vermehrt mit Boswil zusammenarbeiten. Die angestrebte Fusion würde beiden Gemeinden Vorteile bringen. In Besenbüren wurde im Anschluss an die Hauptübung das neue TLF übergeben.

Text und Foto von Timo Bachmann, ergänzt Redaktion

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 24. Oktober 2017