Der Reiz des Sörikertobels als Naherholungsgebiet besteht aus einer faszinierenden Verbindung von Wasser, Gestein und Pflanzenwelt. Im Hochsommer darf man die Fische nicht 
vergessen.

Überwindet man die kleine Steigung von der Weyermühlestrasse hinauf zum Sörikertobel, steht man unmittelbar am Rande des Weihers. Das Wasser ist auch in der warmen Jahreszeit bräunlich trüb, auf der Oberfläche schwimmen Blätter und kleine Äste. Seine einstige Bestimmung als Mühle-, Lösch- und Badeweiher hat das Gewässer schon vor Jahrzehnten verloren.

Sommerliche Trägheit

An diesen trockenen, heissen Sommertagen präsentiert sich den interessierten Beobachtern ein seltenes Schauspiel: Grosse, bis zu 60 Zentimeter lange Fische bewegen sich träge direkt unter dem Wasserspiegel. Ab und zu taucht ihr offener Mund auf, um die Oberfläche nach Essbarem abzusuchen. Unbeeindruckt von neugierigen Blicken, dösen sie im Dutzend vor sich hin.
Bei diesen Teichbewohnern handelt es sich um Cypriniden, genauer um einheimische Schuppenkarpfen. «Der Karpfen lebt seit mehr als dreissig Jahren im Tobelweiher. Er hält sich jedoch vorwiegend am Gewässergrund auf, ausser an sehr warmen Tagen, an denen der Sauerstoff in Grundnähe nicht mehr seinen optimalen Sättigungsgehalt hat», sagt Daniel Klausner auf Anfrage.
Daniel Klausner ist im Nebenamt vereidigter Fischereiaufseher. Er betreut die beiden Reviere AG 103 (das Bünzeinzugsgebiet mit allen Bächen, welche in die Bünz münden) und AG 300 (das Gebiet Aspiweiher von der Luzerner Kantonsgrenze bis Bünzen).

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