Nadia Grod aus Besenbüren erfüllte sich letzte Woche im australischen Cairns einen Kindheitstraum. In einem starken Rennen gewann sie bei den U-19 Juniorinnen-Weltmeisterschaften die Bronzemedaille. Damit setzte die 17-Jährige einer überragenden Cross Country-Saison die Krone auf.

«Nur nicht wieder Vierte werden wie an der Europameisterschaft», lautete die Devise für die Besenbürer Moutainbikerin Nadia Grod bei ihrer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Und siehe da: Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk setzte die Ausnahmekönnerin vergangene Woche in Cairns an der U-19-WM ihre Worte in Taten um. In einem für sie beinahe perfekten Rennen gewann sie am Schluss ungefährdet die Bronzemedaille. «Mein Rennen verlief wie am Schnürchen. In der letzten Runde ging ich als Dritte in die Abfahrt. Schon da wusste ich, dass ich, wenn ich ohne Sturz nach unten komme, eine Medaille auf sicher habe», analysierte sie. Schliesslich überquerte sie mit 20 Sekunden Vorsprung auf die Vierte die Ziellinie.
«Ich bin überglücklich»
Wäre gar mehr möglich gewesen? «Ich habe mich schon gefragt, ob mehr möglich gewesen wäre, wenn ich in der ersten Runde weniger Zeit auf die Spitze verloren hätte», äusserte sich die 17-Jährige. Diesen Gedanken schob sie aber schnell wieder auf die Seite. Sie sei als eine der jüngsten Teilnehmerin ihre erste WM gefahren und habe eine Medaille geholt. Was wolle sie mehr. «Ich bin überglücklich. Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen», fuhr Nadia Grod fort.
In der Tat ist ihr dieser Erfolg nicht hoch genug anzurechnen. Denn im Vorfeld liess sie deutlich durchblicken, dass sie diese Medaille unbedingt wollte. Dass sie dann mit dem selbst auferlegten Druck zurechtkam und ihr Ziel erreichte, spricht für ihre mentale Stärke. Das nötige Selbstvertrauen für diesen Exploit holte sie sich während der laufenden Saison. Schon bei der Europameisterschaft vor wenigen Wochen bewies sie mit dem vierten Rang, dass sie mit der Weltelite mitfahren kann. Auch auf der Strasse und im Radquer bestach sie mit starken Resultaten.

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 12. September 2017