Ringen Swiss League (NLA): Die RS Freiamt bestreitet morgen Samstag den Halbfinal-Hinkampf bei den RC Willisau Lions
Pünktlich mit der ersten Winterkälte stehen auf der Ringermatte heisse Duelle bevor. Freiamt kämpft im Halbfinal der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft gegen Willisau. Die Aargauer Ringerhochburg hat gute Erinnerungen an 2014 und fühlt sich als Aussenseiter pudelwohl.

«Die Favoritenrolle liegt bei den Willisauern. Sie haben das stärkere Kader und sprachen vor Saisonbeginn vom Titelgewinn», sagt Freiamts Trainer Adi Bucher. Die beiden Qualifikationsbegegnungen bestätigen die Aussage. Freiamt holte nur einen Punkt zu Hause.
Dennoch rechnen sich die Freiämter Chancen auf eine Finalqualifikation aus. Der Rückkampf in Muri endete unentschieden und hätte ­zugunsten des Bucher-Teams ausgehen können. Schnell zeichnete sich Willisau als Halbfinalgegner ab. Weil sich der Erzrivale auf Platz 2 etabliert hatte, bemühte sich Freiamts Präsident Sandro Vollenweider vorzeitig um einen Abtausch des Heimrechts, weil am nächsten Samstag die Bachmattenhalle in Muri nicht zur Verfügung steht. Die Luzerner antworteten verzögert und wiesen die Anfrage mit fadenscheiniger Begründung ab. Weil die Situation überraschend wechselte, kämpft Freiamt jetzt am 25. November zu Hause in Muri. Willisau musste umdisponieren, wie Präsident Pius Roos zähneknirschend eingesteht. «Unsere Niederlage in Einsiedeln tut weh. Wir hätten gerne den Heimvorteil für den Rückkampf gehabt.»

Text und Bild Wolfgang Rytz

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 17. November 2017