Muris Gemeindepräsident Hans-Peter Budmiger blickt in die Vergangenheit und in die Zukunft. Nach dem 24. September wird der Gemeinderat Muri die neue Amtsperiode 2018/2021 wohl in unveränderter Zusammensetzung in Angriff nehmen können. Gemeindepräsident Hans-Peter Budmiger ist darüber froh, an Herausforderungen fehlt es nämlich nicht.

Gut zwei Wochen vor den Gesamterneuerungswahlen herrscht in Muri seltene politische Ruhe: Wahlkampf gibt es nicht, im Gemeinderat dürften alle Amtsinhaber bestätigt werden; die Kommissionsmitglieder sind bereits in stiller Wahl gewählt. Der parteilose Gemeindepräsident Hans-Peter Budmiger, Frau Vizepräsidentin Milly Stöckli (SVP), Yvonne Leuppi und Heinz Nater (beide CVP) sowie der Amtsjüngste Beat Küng (Grüne) werden also auch in den nächsten vier Jahren die Exekutive bilden.
Hans-Peter Budmiger, seit Anfang 2006 Gemeinderat und seit 2014 Gemeindepräsident, ist froh über diese Kontinuität. Sie wird nach seiner Einschätzung in den nächsten vier Jahren mithelfen, die wachsenden und zunehmend vernetzten Zentrumsaufgaben anzupacken. Muri zählt gegenwärtig rund 7700 Einwohner, Tendenz steigend.
Chancen und Vorbehalte
Im Vordergrund der Betrachtung stehen die mit dem Wachstum verbundenen Auswirkungen. «Was die Bevölkerung vor allem bewegt, sind die Bauaktivitäten im Hochbau- wie im Tiefbaubereich mit all ihren Nebenerscheinungen», sagt Budmiger. Die Entwicklung biete zwar Chancen, in den Köpfen der Einwohner werde diese aber nicht nur positiv wahrgenommen.
Zu den unangenehmen Nebenerscheinungen gehört vorab das wachsende Verkehrsaufkommen. Mehr als der Durchgangsverkehr ist es der wachsende Quell- und Zielverkehr in den Quartieren, der Sorge bereitet. Es liegt in der Natur der Sache, dass das hausgemachte Verkehrsaufkommen mit den Bauaktivitäten und der zunehmenden baulichen Verdichtung in den Wohngebieten Schritt hält. «Eine Patentlösung haben wir nicht, vielmehr verfolgen wir eine Vielzahl von möglichen Massnahmen.»
Das strategisch wichtigste Gebiet, auf das der Gemeinderat direkt Einfluss nehmen kann, ist die Region um den Bahnhof. Dort befindet sich ein Teil jener Liegenschaften, welche sich im Eigentum der Gemeinde befinden. Da die Parkierung verkehrstechnisch nicht umgesetzt werden kann wie vorgesehen, muss der Gestaltungsplan nochmals aufgelegt werden. Budmiger hofft aber, dass das genehmigte Werk so umgesetzt werden kann: «Es ist dem Gemeinderat ein Anliegen, dieses prominente Gebiet von Muri positiv zu entwickeln.»

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 8. September 2017