In der Betreuung und Begleitung von Behinderten hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert. Ein Beispiel dafür ist das Schwerstbehindertenheim Roth-Haus in Muri, das morgen sein 20-jähriges Bestehen feiern kann.
Kontinuität und Konstanz zeichnen das Roth-Haus aus. Auch personell: Vier der sechs Kadermitarbeitenden sind seit Beginn dabei, deren zwei seit über 15 Jahren. Im kommenden November ist es 19 Jahre her, dass Heimleiter Uwe Tischer seine Arbeit aufgenommen hat. Er folgte auf eine Interimslösung, nachdem der erste Heimleiter bereits nach einem Dreivierteljahr ausgeschieden war. Gar ein Mann der ersten Stunde ist der Stellvertreter Tischers, Teamleiter Claude Baeriswyl. Er begann Anfang 1997, in der Planungsphase, bevor das Roth-Haus dann am 1. Juli eröffnet wurde.
Rasch wurden die Mitarbeitenden damals mit räumlichen Engpässen konfrontiert. Weil das ursprüngliche Projekt einer Beschäftigungsstätte auf dem ehemaligen Bühler-Areal am Südklosterrain nicht verwirklicht wurde, galt es, situativ zu handeln. Bestehende Räume mussten kurz­fristig umgenutzt werden, mit der Konsequenz, dass der Platz für ­Infrastrukturaufgaben und andere Bedürfnisse fehlte.

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 25. August 2017