Der neue Vorstand wird komplettiert, der Sportchef und der Assistenztrainer der 1. Mannschaft treten zurück. Dafür wird neu ein Scout eingesetzt. Beim FC Muri ruht derzeit nur der Ball. Die neue Führungsequipe arbeitet weiter eifrig an der Zukunft.

«Wir haben nichts überstürzt», hält Präsident Erich Probst zu den neuesten Entscheidungen fest. Trotzdem klingt die Trennung von zwei Spielern, dem Sportchef und dem Assistenztrainer nach Paukenschlag. Marcel Käppeli habe in seinen sieben Jahren als Sportchef viel geleistet, werde sein Engagement jedoch aus beruflichen Gründen zurückfahren, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. Es ist die halbe Wahrheit. Auf Nachfrage muss Probst gestehen, dass Käppelis Personalie schon länger ein Thema war. Hauptgrund dafür dürften die hohen Ausgaben für die 1. Mannschaft sein. «Er hat viel geleistet, hatte finanziell aber keine klaren Vorgaben», sagt der neue Präsident dazu. «Wir mussten ein Zeichen setzen und frischen Wind reinbringen». Dass die Trennung erst jetzt, in der Winterpause, erfolgt, hat damit zu tun, dass man nicht den laufenden Spielbetrieb stören wollte.
Der neue Vorstand verfolgt konsequent seine Philosophie. Die Ausgaben sollen besser im Auge behalten werden. So erklären sich auch die Abgänge von den Spielern Fidan Tafa und Darko Bozhinov sowie von Assistenztrainer Danijel Knezevic, welche über (zu) gut dotierte Verträge verfügten. Knezevics Engagement habe zudem gemäss Erich Probst «nicht das gebracht, was man erwartet hat». Der Zeitaufwand war dem früheren Spieler der 1. Mannschaft aber auch zu gross, wie es in der Mitteilung heisst. «Wir möchten eine andere Strategie, mit jungen Spielern, verfolgen», erklärt Probst weiter. Dazu wurden neue Kräfte mit ins Boot geholt. Giuseppe Fabbricatore übernimmt das Amt als Sportchef. Der 52-jährige Hauptagent einer Versicherung hat früher aktiv bis in die 2. Liga im Kanton Zürich gespielt. Als Trainer in Dübendorf und Wohlen erwarb er das B-Diplom. Mehrere Jahre lang war er Teammanager beim FC Aarau.

Text und Bild Philipp Indermühle

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 5. Dezember 2017