Der Murianer Künstler Pirmin Breu hat sein Atelier von Muri wieder nach Wohlen gezügelt. Eingeweiht wird es Mitte November. Das erzeugt Druck: In Münchwilen TG und Muri stehen zwei Ausstellungen vor der Eröffnung.

Die tief stehende Herbstsonne fällt durch die grossflächigen Scheiben im 2. Stock des Integra-Gebäudes an der Jurastrasse 16. Die schräg gestellten Jalousien werfen eine horizontal verlaufende Licht-Schatten-Struktur auf Möbel, Material und einzelne herumstehende Bilder. Hier, auf 170 Quadratmeter, findet Pirmin Breu, was ihm am bisherigen Standort in Muri fehlte: ausgeglichene Temperaturverhältnisse, eine konstante Luftfeuchtigkeit und vor allem viel Tageslicht. «Licht ist für den Geist wie Medizin», weiss er aus langjähriger Erfahrung als Kunstschaffender.
Die neuen Räumlichkeiten hätten viel Potenzial für Neues, ist er überzeugt. Speziell schätzt er den abgetrennten Arbeits- und Kreativbereich, wo er auch seine Spraydosen lagern kann. Selbst wenn die Atelierfläche deutlich grösser ist, kann Pirmin Breu nicht alles, was sich angesammelt hat, behalten. Er muss entscheiden, was er verkaufen, weiterhin lagern oder aber entsorgen soll. Dies gilt nicht nur für die Bilder und die Kunstwerke, sondern auch für Möbel und Materialien.

Text und Bild von Thomas Kron

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 11. November 2017