Im Februar hat das Komitee «Ja! für euse Wald» bei der Staatskanzlei 10568 Unterschriften eingereicht. Nun
empfiehlt der Regierungsrat die Volksinitiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.
In seiner Medienmitteilung schreibt der Regierungsrat, die Leistungen der Waldeigentümer für Erholung und Freizeitaktivitäten seien auf Gemeindestufe auszuhandeln und zu erbringen. Eine Aufgaben- und Lastenverschiebung hin zum Kanton sei nicht gerechtfertigt.
Der Regierungsrat teile zwar die Meinung, dass Leistungen der Waldeigentümer für Erholung und Freizeitaktivitäten künftig angemessen zu entschädigen sind. Eine Pauschale pro Kopf sei aber nicht zielführend.
Aktuell werden den Waldeigentümer von Bund und Kanton rund 6 Millionen Franken für Naturschutzmassnahmen, für die Jungwaldpflege und für Leistungen der Forstreviere ausbezahlt. Im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2016 belief sich der Beitrag des Kantons auf jährlich 4,5 Millionen Franken oder rund 6,80 Franken pro Person. Die Forderung der Initiative von mindestens 25 Franken pro Kopf würde also eine Vervierfachung der bisherigen Kantonsbeiträge auf rund 16 Millionen Franken pro Jahr bedeuten. Dies entspricht einem Steuerprozent. Aus diesen Gründen empfiehlt er Regierungsrat die Volksinitiative «JA! für euse Wald» ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.
Die Beratung der Initiative im Grossen Rat ist im Frühjahr 2018 geplant, die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 23. September 2018 statt.
Die SVP-Grossrätin und Vizegemeindepräsidentin Milly Stöckli aus Muri gehört zum Initiativkomitee und vertritt dort die Kantonalen Ortsbürger. Der «Freiämter» befragte sie zur aktuellen Situation.

Text und Bild zvg / Interview Therry Landis

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 29. Dezember