1. August in Rottenschwil

Im Freiamt wird der Nationalfeiertag gelebt. Viele Gemeinden luden am 1. August oder am Vorabend zum Zusammensein. In Rottenschwil sprach Andreas Glarner, SVP-Nationalrat und Gemeindeammann von Oberwil-Lieli.

«Es hat sich spontan an einer Veranstaltung ergeben», erklärte Giordana Erne am Bratwurststand stehend, wie man auf Andreas Glarner als Festredner gekommen war. Dass man damit jemanden auftreten liess, der polarisiert, war der Frau Gemeindeammann klar. «Wir sind in Rottenschwil für alles offen», meinte sie dazu und verwies darauf, dass die Gemeinde ja nicht gerade wenige SVP-Wähler habe. Auch Glarner selber war sich seines Images bewusst. «Ich bedanke mich für den Mut, mich einzuladen», eröffnete er deshalb seine Rede vor rund 200 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Vertrauen als Basis

Er blieb seiner politischen Linie treu und verwies im ersten Teil seiner Ansprache auf den Bundesbrief. «Da ist alles drin, was es braucht, um vorwärts zu kommen», meinte er. Das Vertrauen auf Gott, keine fremden Herren zulassen, wehrhaft sein und sich nicht in fremden Händel einmischen, strich er heraus. Das Vertrauen sei die Basis. Und zwar dasjenige vom Volk in ihre politischen Vertreter, aber auch umgekehrt dasjenige der Regierung in das Volk. Am Beispiel des Bundeshauses verdeutlichte er, dass das Volk der Chef sei. Unten sind die Bundesräte, eine Etage höher die kantonalen Räte und ganz oben ist Platz für die Bevölkerung. «Staat und Kanton können und sollen nicht alles regeln», so Glarner. Er betonte, dass Entscheide des Volkes zu akzeptieren und umzusetzen seien. Auch wenn er es nicht direkt ansprach, war das ein Hinweis auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Aus den «fremden Herren» machte er zudem fremde Richter und warnte vor dem Diktat durch die EU.

Lesen Sie mehr im «Freiämter» vom 3. August 2017