Die Sinser Gemeindeversammlung gibt grünes Licht für den Schulhausverkauf und die Sanierung des Sportplatzes Letten. Die Herbst-Versammlung vom letzten Mittwoch stiess bei der Einwohnerschaft auf grosses Interesse, waren doch zukunftsweisende Beschlüsse durch den Souverän zu fällen. Letztlich brachte die Exekutive alle ihre Anträge durch.

Die reichbefrachtete Budget-Gemeindeversammlung wurde von 280 Stimmberechtigten besucht, alle Beschlüsse unterstehen somit dem fakultativen Referendum. Gemeindeammann Josef Huwiler durfte zur «Aufwärmrunde» der eigentlichen «Gmeind» Erhard Wyss vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, den Projektleiter der Sinser Südwestumfahrung, begrüssen.
Die Studie für die Umfahrung begann bereits 1960, in 57 Jahren schaffte der Kanton Aargau zusätzlich noch das generelle und das Auflageprojekt. Nun steht man endlich in der Submission, das Ausführungsprojekt ist erarbeitet, einem Baubeginn im Frühling 2019 steht nichts mehr im Wege.
Von Norden nach Süden umfasst das generelle Projekt Südwestumfahrung Sins folgende Posten: Kreisel Nord (Bachtal) mit einem Durchmesser von 34 bis 42 Metern, schneckenförmig, inklusive einem Stumpenanschluss für eine Strasse zum Freudenberg. Die 67 Meter lange Bachtalbrücke sowie den anschliessenden 912 Meter langen Tagbautunnel, inklusive Zentrale und Fluchtwege. Dann das südliche Trassee von 40 Metern Länge, die Rad- und Fussgängerüberführung Schürmatt von 40 Metern Länge und den ellipsenförmigen Kreisel Süd (Eichfeld) mit einem Durchmesser von 41,5 bis 45,6 Metern.
Bestandteil des Projekts Südwestumfahrung Sins ist auch die Anpassung und Aufwertung der Aarauerstrasse K 124, die aus dem Kantonsstrassennetz entlassen und in einem instand gestellten Zustand an die Gemeinde Sins übergeben wird. Über die Ausgestaltung weiterer Massnahmen an der Luzernerstrasse wird erst nach Vorliegen der Resultate aus dem Verkehrs-Monitoring entschieden.
Die Gesamtkosten betragen 88,4 Millionen Franken. Davon entfallen Anteile von 78,6 Millionen Franken auf den Kanton und 9,8 Millionen Franken auf die Gemeinde Sins. Der optimistische Terminplan soll, wenn immer möglich, eingehalten werden und ist laut Erhard Wyss machbar.

Text von Rinaldo Cornacchini

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 24. November 2017