Seit sieben Jahren laden die farbenfrohen Tischchen vor der «Gelateria beim Kloster» in Muri zum Verweilen ein. Damit ist seit etwas mehr als einer Woche Schluss – wegen einer Beschwerde der Anwohner. Erlaubt sind nur noch einige Sitzplätze direkt an der Hausmauer.

Für «Gelatieri» Andy Ulrich war es ein Stich ins Herz, als ein offizieller Brief der Gemeinde ins Haus flatterte. Inhalt: Ein Verbot, auf den Parkplätzen vor der Gelateria Tische und Stühle aufzustellen. Begründung: Es gab Beschwerden von Anwohnern, es fehle die Genehmigung für den Betrieb einer Gartenwirtschaft. «Das legt uns einfach unnötige Steine in den Weg», bedauert Ursi Ulrich. «Wir geben den Leuten lediglich die Möglichkeit zum Sitzen und mehr nicht.» Das Ganze sei mit den Jahren gewachsen und entstanden, natürlich vor allem aus einem Bedürfnis der Kundschaft heraus. Die Stühle und Tische verschwinden jeden Abend wieder. Dies sei auch mit den Vermietern Bruno und Paula Mäder so abgesprochen, die in dieser Sache voll hinter ihnen stehen.
Mit viel Liebe und Herzblut haben die beiden die «Gelateria beim Kloster» aufgebaut. Diese ist mittlerweile aus Muri nicht mehr wegzudenken. Sie ist eine Bereicherung für die Gemeinde, welche das Dorfzentrum rund ums Kloster im Sommer belebt, ein beliebtes Ziel für Familien, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Die Gäste kommen aus Muri, aus der Region und teilweise sogar aus den benachbarten Kantonen. Dass es in Muri eine hervorragende Gelateria gibt, hat sich herumgesprochen. Aber auch Touristen schliessen den Besuch der Klosterkirche gerne mit einem feinen Glace ab.

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