Im Bezirk Muri ist die Arbeit der KESB, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, weniger problembeladen als andernorts. Dies hat Bezirksgerichtspräsident Dr. Benno Weber in einem Referat durchblicken lassen. Der Saal der Alpwirtschaft Horben platzte aus allen Nähten, gegen 130 Interessierte wollten sich informieren lassen. Eingeladen hatte info 60+, die «Seniorenabteilung» der CVP Bezirk Muri.

Die KESB hat Anfang 2013 den Gemeinderat als Vormundschaftsbehörde abgelöst. «Die Idee des neuen Gesetzes war es, eine Profi-Organisation einzusetzen, an Stelle des Gemeinderates als Laiengremium», betonte Weber. Mitglieder der KESB sind zwingend ein Jurist, eine Fachrichterin Psychologie und eine Sozialarbeiterin mit Hochschulabschluss. Im Aargau habe man eine spezielle Lösung gewählt. Statt eine neue Behörde zu schaffen, sei die Aufgabe den Gerichten zugeteilt worden. «Die Gerichte haben die Aufgabe nicht gesucht, aber sie haben den Beschluss akzeptiert.»

Text und Foto: Thomas Kron

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 17. Oktober 2017