Ringen Swiss League (NLA): Freiamt verliert auch den Halbfinal-Rückkampf gegen Willisau.
Den Freiämter Ringern misslang im Halbfinal-Rückkampf gegen Willisau die Revanche. Das Team von Cheftrainer Adi Bucher verlor in der Bachmattenhalle Muri nach turbulentem Verlauf 17:19 (7:10) und kämpft somit nur noch um Rang 3.

Zwar ärgerte sich Adi Bucher, Cheftrainer der Ringerstaffel Freiamt, ­beträchtlich über die willfährigen Kampfrichter. Doch an der Richtigkeit des Willisauer Halbfinaltriumphes zweifelte er nicht. «Willisau trat wieder mit einer super Aufstellung an», zollte er dem Erzrivalen Respekt. Nach der 14:21-Auswärtsschlappe resultierte mit 17:19 ein neuerlicher Dämpfer der Freiämter Euphorie.

Auch im Halbfinal-Rückkampf zeigte sich der Rekordmeister mental auffällig angespannt. Dies offenbarten mehrere Duelle, in denen die Unparteiischen umstrittene Entscheide fällten. Da gingen die Emotionen hoch. Aber auch Freiamt beklagte sich häufig über die Arbeit der Kampfrichter. Die Mannschaften und deren lautstarke Anhängerschaft bekämpften sich bis zuletzt, als die Entscheidung längst gefallen war, in einer Heftigkeit, als gehe es zwischen den beiden Rivalen um den Titelgewinn.
Freiamt gewann wiederum nur vier von zehn Einzelkämpfen. Am umstrittensten verlief der Greco-Fight bis 97 kg. Roman Zurfluh hatte seine liebe Mühe mit dem bulgarischen Ringerschweizer Delian Alishahi und erhielt Strafpunkte für ­seinen unsauberen Stil aufgebrummt. In der letzten Minute beging die ­Willisauer Verstärkung Mattenflucht. Doch der Chefkampfrichter korrigierte die Entscheidung des Mattenringers zum Unmut der Freiämter, die sich um den Sieg geprellt sahen.

Text und Bild Wolfgang Rytz

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 28. November 2017