Erhard Huwyler erhielt an der «Gmeind» in Beinwil das Ehrenbürgerrecht. Die Stimmbürger genehmigten die Haushaltvorlage 2018, einen Kostenanteil zur Werterhaltung der ARA Reuss-Schachen sowie zwei Kredite über insgesamt 415 000 Franken im Abwasserbereich. Zudem stimmten sie zwei Einbürgerungen zu.

Die 118 Stimmberechtigten hiessen in der voll besetzten Mehrzweckhalle die sechs anstehenden Geschäfte ohne Diskussionen und mit je klarer Zustimmung gut. Ruckzuck ging das. Grösster Brocken war das Budget 2018 der Einwohnergemeinde, das mit einem Gesamtaufwand und -ertrag von je knapp über fünf Millionen Franken in der Erfolgsrechnung sowie mit Gesamtinvestitionen von 668 300 Franken vorliegt. Im Haushaltentwurf 2018 ist der neutrale Steuerfussabtausch von drei Prozent zwischen Kanton und Gemeinde zur Abgeltung der kantonalen Mehrleistungen berücksichtigt. Mit ihrer deutlichen Zustimmung genehmigte die Versammlung auch den vom Gemeinderat beantragten drei Prozent tieferen, neuen Steuerfuss von 103 Prozent.

Schon vorab hatten die gut gelaunten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 83 212 Franken als Kostenanteil der Gemeinde Beinwil zur Erneuerung der Elektrotechnik in der ARA Reuss-Schachen gesprochen – ohne Gegenstimme. Im Rahmen der insgesamt 525 000 Franken kostenden Sanierungs- und Werterhaltungsmassnahmen soll das Prozessleitsystem mit den messtechnischen Einrichtungen und die gesamte IT-Infrastruktur der Abwasserreinigungsanlage, die von den im Abwasserverband Reuss-Schachen zusammengeschlossenen Gemeinden Aristau, Beinwil und Merenschwand betrieben wird, auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Genauso einmütig wurde ein Projektierungskredit von 75 000 Franken zur Planung eines Regenklärbeckens Beinwil-Feld, inklusive Ersatz der Abwasserzuleitung Kirchfeld genehmigt.
Auch einem dritten Projekt im Abwasserbereich sowie dem zu dessen Umsetzung nötigen Ausführungskredits von 340 000 Franken gab die Versammlung diskussionslos und ohne Gegenstimme grünes Licht. Diesmal ging es um die abwassertechnische Erschliessung der Streusiedlung Grüth mit Anschluss an die Gemeindekanalisation, wie sie das Eidgenössische Gewässerschutzgesetz vorschreibt. Somit können die häuslichen Abwässer des Dorfteils Grüth in Zukunft ebenfalls der zentralen Kläranlage Reuss-Schachen zugeführt werden.

Text und Bild Urs Kneubühl

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 28. November 2017