Nach wetterbedingten Startschwierigkeiten kam der 
Samstagabend doch noch richtig in Schwung. Traktorkestar, Damian Lynn und Marc Sway sorgten dafür, dass trotz Gewitter niemandem kalt wurde. Am Freitag davor wurde das Zwerchfell gekitzelt.
Ein lauter Knall beendete das Warten auf den ersten Auftritt am Samstagabend. In unmittelbarer Nähe hatte ein Blitz eingeschlagen. Das Zeichen für die Veranstalter, Traktorkestar mitsamt Festivalbesuchern sicherheitshalber in die Aula zu bitten. Dort legte die Berner Blasmusik-Truppe, rund eine halbe Stunde später als geplant, «unplugged» einen Auftritt hin. Fetzig und mitreissend, immer mit einer Prise Humor gewürzt. Das Publikum wurde gleich zu Beginn miteinbezogen, tanzte mit. Traktorkestar spielte mit der Nähe seiner Zuhörer, machte die Polonaise mitten durch die Schar. Verschiedene Solo-Einlagen demonstrierten das musikalische Können eines jeden einzelnen. Zum Schluss bewiesen Künstler und Besucher mit dem Lied «Vreneli vom Guggisberg» auch noch ihre Gesanglichen Fähigkeiten. Ein stimmungsvoller Auftritt, der das Unwetter tatsächlich zu vertreiben vermochte.

In die Musik eintauchen

Zum Auftritt von Damian Lynn hatten sich die düsteren Wolken nämlich verzogen. Das passte auch viel besser zu den gefühlvollen und tiefgründigen Songs des Luzerners. Perfekt für Pärchen, um sich aneinanderzuschmiegen, perfekt für alle, in die Musik einzutauchen und zu geniessen. Erst vor wenigen Tagen wurde der Singer-Songwriter 26 Jahre alt. In Muri unterstrich er, warum ihm grosses Potenzial nachgesagt wird. 2016 wurde er bei den Swiss Muric Awards als «Best Talent» ausgezeichnet. Mit «When we do it» schaffte er es Anfang des Jahres in die Charts, im April erschien sein Album «Truth be told».
Schon längst kein Newcomer mehr ist Marc Sway. Der Strahlemann mit Wuschelfrisur versteht es immer wieder, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Das war am Samstag nicht anders. Eigene Songs vermischten sich mit Interpretationen bekannter Hits. Rap und Reggae flossen dabei mit ein. Und immer wieder war «Love, love, love» gefragt. Erst recht für das Murianer Paar, das sich an diesem Wochenende in der Klosterkirche hatte trauen lassen und als Höhepunkt das Konzert besuchte. Inklusive Meet & Greet für den Bräutigam – eine Überraschung der Braut für ihren Liebsten.