Jury Malwettbewerb

Bei seiner Standaktion Anfang Dezember suchte der «Freiämter» bei dem Malwettbewerb «Mein Weihnachtsbaum» den originellsten, buntesten, edelsten oder ausgefallensten Weihnachtsbaum für die Bereicherung der Titelseite seiner Weihnachtsausgabe.

Am Mittwochmorgen war es so weit. Aus insgesamt 15 Einsendungen sollte der Sieger gekürt werden. Heike Jirku (Kunstlehrerin) und Pirmin Breu (Murianer Street Art Künstler) bildeten die Jury des Malwettbewerbs. Sie machten sich die Entscheidung wahrlich nicht leicht. «Jedes hat sein gewisses Etwas», stellte Breu heraus. Ein Punktesystem wurde festgelegt. Die Bewertung erfolgte in drei Kategorien: «Detail, Aufwand und Sorgfalt», «Kreativität», «Eindruck und Wirkung». Jedes Jurymitglied vergab die Punkte unabhängig. Dies sollte eine möglichst grosse Objektivität gewährleisten. «Es ist wirklich schwierig, wenn man anfängt. Man entdeckt immer wieder etwas Neues», so Heike Jirku. Während sie jeder Kategorie eine Punktzahl zuordnete, vergab der Künstler nur eine Gesamtpunktzahl pro Bild.
Deshalb musste Breu seine Bewertung nochmals ergänzen. Lachend meinte er: «Das Pädagogenmodell von Heike wirft bei mir jetzt alles über den Haufen.» Jedes Bild hat eine ganz besondere Ausstrahlung. «Ich kann keine Null geben», stöhnte der Künstler. Das unterschiedliche Alter der Kinder machte es den beiden noch schwerer.
Evelyns Baum gewinnt
Nach gut einer Stunde war es so weit. «Ich hätte es theoretisch», meinte der Künstler fast schon erleichtert. «Mein Favorit ist jetzt nach dem Punktesystem nicht der Gewinner», staunte Jirku. Evelyns Baum erzielte die höchste Gesamtpunktzahl. «Das Bild erzählt eine Geschichte. Ich könnte einen Hollywoodfilm darüber drehen», meinte Breu zu der Entscheidung. «Man kann nicht sagen, eines ist besser wie das andere. Eigentlich hätte es jedes verdient zu gewinnen», erklärte Heike Jirku abschliessend.

Text Susanne Schild, Bild Philipp Indermühle

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 22. Dezember