Dem Kantonalturnfest Freiamt waren sonnige und warme Tage beschieden. Und das Wetter stimmte auch bei der Schlussveranstaltung am Sonntag. «Kein Zufall», meinte OK-Co-Präsident Josi Winiger. Schliesslich habe man vor dem Turnfest den Muoatathaler Wetterfrosch Peter Suter besucht. «Dessen Regeln haben wir befolgt.» Das Resultat waren zwei lange Wochenenden bei besten Wetterbedingungen. Das Wort «einmalig» fiel in Winigers Rede gleich mehrfach, als er auf die vergangenen Tage zurückblickte. Es war ein grosser Kraftakt der drei Trägervereine und vieler weiterer Helfer notwendig. Und während für die Teilnehmenden mit der Schlussfeier tolle Turntage zu Ende gingen, erinnerte Winiger daran, dass es für das Helferteam noch zu tun gibt. Der Abbau muss erledigt werden.

Die Welle ging durchs Stadion

Zunächst aber wurden noch einmal hochstehende Programme gezeigt, welche die 3000 Zuschauer im Stadion Brühl mitrissen. In ihren Vereinsfarben um das Feld verteilt sorgten die Turnerinnen und Turner für den bunten Rahmen. Die Turnfestsieger wurden gewürdigt und erhielten Trophäen «made in Merenschwand» überreicht. Gleich zweimal animierte der Platzspeaker das Publikum zu einer Welle. Einer der Höhepunkte war der Einmarsch der vielen Vereinsfahnen sowie der «Sturm» der Fahnenträger über das gesamte Feld.

Jörg Sennrich, der Präsident des Aargauischen Turnverbandes (ATV), wagte sich in seiner Ansprache an ein längeres Gedicht, das mit den Worten «niemer hets bereut ond das us puurer Froid» schloss. Als nicht selbstverständlich bezeichnete er das Engagement des OK-Teams für den Turnsport. Im Namen des ATV verlieh er Sarina Baumgartner, Fredy Klausner und Josi Winiger die Ehrenauszeichnung mit Medaille.

«Freiämter, ihr seid Siebesieche», meinte Landstatthalter Alex Hürzeler. Sie hätten mit diesem Fest bewiesen, dass der Aargau ein Turnkanton sei. Natürlich blickte er dabei auch voraus auf das Eidgenössische Turnfest, welches 2019 in Aarau stattfinden wird und welches er im OK präsidiert. Dieses wird noch mindestens eine Nummer grösser ausfallen. 25 Millionen Franken sind dafür budgetiert. Die Suche nach Helfern hat bereits begonnen. Nicht nur Hürzeler warb um Mithilfe, auf dem Gelände wurden am Wochenende auch entsprechende Flyer verteilt.

Eine Turnerhochzeit steht bevor

Nicht zuletzt hatte die Schlussfeier auch noch einen ausserplanmässigen Höhepunkt zu bieten. Matthias machte vor der versammelten Turnerfamilie seiner Janine einen Antrag, den diese fast nur mit «Ja» beantworten konnte, wie die beiden übereinstimmend meinten. Es wird eine richtige Turnerhochzeit geben. Matthias ist im TV Muri, Janine im STV Aristau aktiv dabei.

Die riesige Gruppe des ATV war für die letzte Vorführung verantwortlich und liess zum Schluss bunte Ballone zum Himmel steigen. Während sich danach die ersten im geordneten Rahmen auf den Heimweg machten, drehten andere auf dem Platz noch einige Runden in der Polonaise. Turnfest, das heisst eben Turnen und Festen.

 

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