Wir brauchen es täglich: 150 bis 300 Liter pro Person, zum Waschen, Kochen, Reinigen und manchmal auch zum Trinken: Das Wasser. Dass dieses auch in Trinkqualität aus den Strassen-Hydranten fliesst, wurde anlässlich der Führung «Der Weg des Wassers ins Trinkglas» vom WWF Aargau gezeigt. Und von den Teilnehmern auch gleich degustiert.

Im Rahmen des Veranstaltungs-Programms Naturlive des WWF-Aargau war «Der Weg des Wassers ins Trinkglas» die letzte Veranstaltung in diesem Jahr. Zusammen mit der Wasserversorgungs-Genossenschaft Muri organisierte Henrietta Suter, Aktuarin beim WWF-Aargau, eine Besichtigung vor Ort. Kompetenter Erzähler war ihr Mann, Thomas Suter, seit 18 Jahren Präsident der Genossenschaft. «Wer hat heute Morgen schon Wasser gebraucht?» fragt er zu Beginn in die Runde. Natürlich hatten schon alle Kontakt mit diesem Lebenselixier, das fast unerschöpflich aus den Hähnen zu fliessen scheint.
Muri-Wasser in Topqualität
Beim Pumpwerk Lippertswiese erläuterte Suter den Teilnehmern, wie das Grundwasser gefördert wird. Er zeigte die Verbindungen und Zusammenhänge im Netz mit Nachbargemeinden auf, erklärte den Zweck von Schutzzonen um solche Anlagen und kam auf Kontrollen und deren Analytik zu sprechen. So erfuhr man, dass das Murianer-Wasser qualitativ top sei und daher nicht mit Chlor oder Ozon behandelt werden muss. Das werde regelmässig, mit sechs bis acht Kontroll-Analysen pro Jahr überprüft. «Das frühere Nitrat-Problem ist in unserer Region heute kein Thema mehr, nachdem das Ausbringen von Dünger in der Landwirtschaft optimiert wurde».

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 19. September 2017