untypischen Derby

In einem untypischen Derby bewies Muri, dass es die Nummer eins im Freiamt ist. Bei einer Partie, bei der es auf dem Papier um nichts mehr ging, aber auf dem Platz um so viel wie es nur gehen kann, unterlag Wohlen den defensiv gewohnt starken Murianern deutlich.
Die Partie hätte nicht besser beginnen können für die Murianer, die entschlossen und fokussiert wirkten. Mit ihrer guten Einstellung konnten sie ihre Stärken in beeindruckender Weise ausspielen. Die Mauer in der Defensive stand felsenfest, stabilisiert durch das intelligente Zusammenspiel zwischen Feldspielern und Torhüter Tobias Wipf. Die Wohler hatten Mühe, sich gegen diese Defensive durchzusetzen und die Würfe, die trotzdem auf das Tor kamen, waren meist zu harmlos. Das wusste Muri auszunützen und erzielte mit seinen schnellen Flügelspielern gleich zu Spielbeginn mehrere einfache Tore.
Der Co-Trainer der Einheimischen, Martin Kleiner, sah sich zum Handeln gezwungen und nahm bereits in der 10. Spielminute ein Time-out. Da stand es aus Wohler Sicht 2:7. Der gewünschte Ausbruch aus der Negativspirale konnte damit jedoch nicht erreicht werden. Die Wohler waren zwar sichtlich bemüht und wollten das Derby nicht so einfach aufgeben. Viele technische Fehler und Fehlwürfe liessen aber den Frustlevel immer weiter ansteigen. Das äusserte sich vermehrt in unnötiger Härte.
Die Murianer liessen sich davon absolut nicht beeindrucken, spielten weiter souverän. Schliesslich sahen sie das Spiel als gute Vorbereitungsmöglichkeit für die kommenden Gegner in der Finalrunde. Auch da werden sie auf Gegner treffen, welche den Erfolg mit allen Mitteln anstreben. Der restliche Verlauf ist schnell beschrieben. Muri deckte konsequent, konnte deshalb vorne einige Sachen ausprobieren und sich sogar ein paar Fehler erlauben. Das Endresultat von 31:17 ist mehr als deutlich.

Text und Bild David Wick

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 19. Dezember