Impulstag «Palliative Care in der Pflegimuri» weckte grosses Interesse. Die Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen mit einer nicht mehr zu heilenden Erkrankung gewinnt an Bedeutung. Die Pflegimuri hat mit dem Impulstag zum Stand der Auditierung für das Label «Qualität in der Palliative Care» informiert.

Mit Hospiz-Betten bietet die Pflegi-muri Menschen in der letzten Lebensphase bestmögliche Lebensqualität, indem sie eine umfassende palliative Betreuung gewährleistet. Diese umfasst die medizinischen und pflegerischen Behandlungen sowie eine psychische, soziale und geistig-spirituelle Unterstützung. Nicht die Verlängerung des Lebens um jeden Preis wird angestrebt, vielmehr soll die verbleibende Zeit – zusammen mit den Angehörigen – wertvoll gestaltet werden.
Gegenwärtig befindet sich die Pflegimuri auf dem Weg zur Auditierung für das Label «Qualität in der Palliative Care». Im Rahmen eines öffentlichen Impulstages informierten die Mitglieder der Fachgruppe Palliative Care über die Rahmenbedingungen. Laut Daniela Foos, Leiterin des Projekts, müssen insgesamt elf Kriterien erfüllt sein, um das Ziel zu erreichen. Die Arbeitsgruppe sei gut unterwegs, Daniela Foos ist zuversichtlich, dass die Pflegimuri im kommenden Februar die Auditierung bestehen wird. Innerhalb des Anforderungskatalogs bestünden lediglich beim Kriterium «Zusammenarbeit im Versorgungsnetz» noch Defizite. Die Angebote zum öffentlichen Impulstag waren begleitet durch eine Reihe von Vorträgen, welche Fachkräfte der Pflegimuri hielten. Die Referate stiessen durchwegs auf starkes Interesse, die Lonzistube war während des ganzen Tages gefüllt.
Unter dem Titel «Ich möchte nicht alleine sterben» berichtete Claire Huwyler aus Mühlau über die Begleitung Schwerkranker und sterbender Menschen durch die ökumenische Begleitgruppe Oberes Freiamt. Im Jahr 2015 wurden in der Pflegimuri zehn Sterbebegleitungen geleistet, 2016 waren es schon elf und im laufenden Jahr bisher acht Begleitungen.
Claire Huwyler ist Drehscheibe für den Begleitdienst. Sie nimmt Anfragen entgegen und koordiniert die Einsätze, zusammen mit den Leitenden der Regionalgruppen. Für alle Begleitpersonen und Gruppenleitenden der Regionalgruppen ist sie die kantonale Ansprechperson.
Schmerz hat viele Gesichter
Zum Thema «Wenn bei Schmerzen Medikamente nicht ausreichend sind» gaben Wickelexpertin Eva Bissegger und Aromatherapeutin Daniela Foos Einblick in alternative Behandlungswege durch Aromapflege und Wickel bei unterschiedlichsten Schmerzbildern. Sie erinnerten daran, dass Schmerzen eine physische und psychische als auch eine soziale und spirituelle Dimension haben können, denen mit geeigneten alternativen Behandlungen begegnet werden kann.

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 15. September 2017