Die Murikultur Tage gingen mit «Bliss» zu Ende – und dienten als Start in die Jubiläumssaison des Kleintheaters Cabarena. Zum Auftakt des 20-Jahre-Jubiläums überraschte das Cabarena-Team seine Gäste mit einem besonderen Act: «Bliss», die mit ihrer mitreissenden Bühnenshow «Mannschaft» das Publikum bis zum Schluss mit hervorragendem A cappella, perfekten Choreographien und einem beachtenswerten Bühnenbild begeisterten. Dafür gab es am Ende «Standing Ovations».

Der sonst mit den Garderobenschränken eher nüchtern und funktional wirkende Eingangsbereich der Bezirksschule war an diesem Abend nicht wiederzuerkennen. Mit schwarzen Vorhängen und speziellen, von der Decke bis zum Boden reichenden Leuchtern, wurde gemütliche Kleintheateratmosphäre geschaffen. Die liebevolle Dekoration mit weiss eingekleideten Stehtischen, einem farbenprächtigen Blumenmeer und Kerzenlicht vollendete das Gesamtbild. Mit zahlreichen Künstlerplakaten von den Anfängen bis heute kam ein Hauch von Nostalgie auf und die Gäste schwelgten lachend in alten Erinnerungen an vergangene Veranstaltungen.
Dank an treue Stammgäste
Ruth und Balz Käppeli, die Ressorleiter des Cabarenas, freuten sich, im restlos ausverkauften Saal die Jubiläumssaison zu eröffnen.
Ein besonderes Anliegen war es ihnen, an dieser Stelle nicht nur dem ganzen Team ihren Dank auszusprechen, sondern auch den treuen Stammgästen, die mit ihrem regelmässigen Besuch zur finanziellen Sicherheit des Kleintheaters beitragen. Hierfür ebenso wichtig ist die Unterstützung durch Murikultur, die Josef-Müller-Stiftung, die SeRealSchule Muri und den Verein ehemaliger Bezirksschüler. Danach hiess es: «Bühne frei für Bliss.»
Selbstironie aus der Klischeekiste
Diese starteten ihr Programm mit einer Hymne auf Muri, ein Ort, wo man sich auf der Strasse noch Grüezi sagt: «Bei euch in Muri scheint die Sonne am längsten und die Leute sind am schönsten.» Und mit den Plakaten von «Bliss» sei Muri noch viel schöner. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie wühlten die fünf smarten Jungs im Anschluss schonungslos und genussvoll in der Klischeekiste des Mannseins. Dazu gehörte natürlich ein typisch männliches Bühnenbild, genauso gut durchgestylt wie die sympathischen Protagonisten selber.
Eine perfekt in Szene gesetzte Bierdosensammlung, kombiniert mit einer beeindruckenden Lichtinstallation als Hintergrund. Die dekorativen Bierharassen aus Holz wurden äusserst vielseitig in die Show integriert, mal als lässige Sitzgelegenheit, mal als Rhythmusinstrument, mal als Podest. Auf einem solchen stand die Crew dann auch während den Sequenzen aus der allseits beliebten «Sendung mit der Maus». Der Mann, kurz und bündig in mehreren Sachtexten erklärt, zum Abschluss ein jeweils überraschender Merksatz für die Frau.
Die Themen unter anderem: Der Mann und der Haushalt. Der Mann, der Hypochonder. Der Mann und Gebrauchsanweisungen, welche es nicht braucht, da er instinktiv weiss, was zu tun ist. Der Mann und seine Sehschwäche, wenn es um die neue Frisur seiner Frau geht. Merksatz für die Frau: «Sei’s in Bern oder in Schaffhuuse, der Mann steht halt auf grosse…..Autos.»

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 15. September 2017