Einen beeindruckenden Abend, mit Werken von Felix Mendelssohn und Robert Schumann, boten der Pianist Andrew Tyson und das Freiburger Kammer­orchester (FKO) unter der Leitung von Laurent Gendre im Murianer Festsaal.

Der Konzertabend im Rahmen der Reihe «Musik im Festsaal» stand ganz im Zeichen der Romantik. Das Freiburger Kammerorchester (FKO), interpretierte von Felix Mendelssohn (1809 bis 1847) die Ouvertüre «Die Hebriden» und die Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56, die «Schottische». Im Mittelpunkt des Klavierkonzertes a-Moll op. 54 von Robert Schumann (1810 bis 1856) stand der 31-jährige US-Pianist und Géza-Anda-Preisträger Andrew Tyson.

Das FKO eröffnete den Abend mit der Konzert-Ouvertüre «Die Hebriden» op. 26 (auch «Die Fingalshöhe»). Mendelssohn macht in diesem rund zehn Minuten dauernden Werk die 50 Kilometer vor der Nordwestküste Schottlands gelegene Inselgruppe zum Thema. In der Umsetzung der überwiegend in h-Moll gesetzten Komposition verstand es Laurent Gendre mit seinem Orchester auf beeindruckende Weise, den symbiotischen Charakter zwischen Atlantik und Inselgruppe musikalisch umzusetzen. Deutlich bekamen die Konzertbesucher dies im Hauptthema zu spüren, in dem Bratsche, Cello und Fagott den Wellengang vortragen und im Laufe der Ouvertüre variieren. Hier zeigte sich auch, dass der Festsaal nach einem gewissen sinfonischen Volumen verlangt, um die Akustik zum Tragen zu bringen.

Text und Bild von Thomas Kron

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 24. Oktober 2017