«Die Dynastie der Werwölfe» – die unvollendete Rache, Band 2, ist das aktuelle Werk des Teenagers. Im Gegensatz zu ihren Schreibanfängen, die meistens nicht mehr als eine Seite füllten, umfasst das Buch stolze 312 Seiten.
Die zierliche Nadine Zimmermann scheint auf den ersten Blick eine ganz normale Jugendliche zu sein. Nach den Ferien kommt sie in die Abschlussklasse an der Bezirksschule Muri, hat eine KV-Lehrstelle in Aussicht, ihre Hobbies sind Reiten und Klarinette spielen. Was man allerdings nicht vermutet, ist, dass sie mit erst 15 Jahren bereits ihr zweites Buch veröffentlich hat. Auf die Frage, was sie vor einer Woche gefühlt habe, als sie ihr zweites Buch das erste Mal in ihren Händen hielt, antwortet sie: «Erstens hatte ich eine mega Freude. Dann war ich auch ein bisschen stolz auf mich.» Die Nachwuchsautorin möchte, dass ihre Leser ein Stückchen weit dem Alltag entfliehen und in eine andere Welt eintauchen können. In die Fantasiewelt von Nadine Zimmermann.

Zum Inhalt des Buches

Im Wald scheint es friedlich zu sein und das Rudel fühlt sich immer mehr wie zu Hause. Es entsteht sogar an manchen Ecken eine grosse Liebe. Doch der Schein kann auch trügen. Noch immer will das Scharfrudel sie vertreiben und setzt alles daran, dass sie die Flucht ergreifen. Als dann auch noch eine Schutzpatrouille vom feindlichen Rudel angegriffen wird und ein Kämpfer schwer verletzt um sein Überleben kämpfen muss, wird es dem Anführer zu bunt. Es entsteht ein Plan voller Heimtücken und Hinterhalte, der in jedes kleinste Detail berechnet ist. Doch schon in der Anfangsphase scheint er nicht aufzugehen. Nadine Zimmermann lässt das Ende des zweiten Bandes bewusst offen, da noch Band drei und vier geplant sind.

Was klein begann …

«Früher habe ich gerne kleine Geschichten geschrieben», erinnert sich die 15-Jährige zurück. Sie umfassten nicht mehr als eine Seite. «Dann habe ich mit dem Schreiben aufgehört und nur noch gelesen. Ich liess mich dadurch inspirieren. Nach einiger Zeit habe ich wieder angefangen zu schreiben und – zack – ist es gegangen.» Beim ersten Band habe sie einfach drauflosgeschrieben. «Ich dachte nicht, dass irgendjemand Interesse haben würde, mich zu verlegen.» Dass sogar eine Fortsetzung gewünscht war, daran wagte sie nicht einmal zu denken. Ihre Familie, Lehrer und Freunde haben sie immer bestärkt und unterstützt. «Ich glaube, alleine hätte ich den Schritt in die Öffentlichkeit nie gewagt.»
Beim zweiten Band ging Nadine Zimmermann gezielt und planmässig vor. «Ich wusste genau, wie was geschehen sollte, was ich wollte.» Sie legte sogar die exakte Seitenzahl je Kapitel fest. 300 Seiten sollten es sein. Daraus wurden zwar 312, was sie aber nicht weiter schlimm fand. Eine kleine handgeschriebene DIN A4 Seite mit unterschiedlichen Farben beinhaltet das gesamte Konzept des Buchs. Inspiration für das Aussehen der im Buch agierenden Personen und deren Wolfsadäquat hat sie sich im Internet geholt und ausgedruckt. Es gibt keine Excel-Liste oder Mindmap, wie bei so manch anderem Schreiberling. Alles ist in dem blonden Kopf archiviert.
Nadine Zimmermanns Buch spricht keine spezielle Altersgruppe an. «Für jeden, der gerne Fantasie, Science-Fiction und über ein bisschen Liebe liest, habe ich geschrieben», meint sie. Am Bücherabend der Schule Buttwil hat sie ihre erste und bislang einzige Lesung gehalten. «Das ist nicht so mein Ding», erklärt sie schüchtern. Die Vermarktung sei aber sehr schwierig. Durch ihr erstes Buch hat sie etwas Geld verdient, welches sie in die Vermarktung der Fortsetzung investiert hat. Sie wird mit ihrem aktuellen Buch die Wie-ner Buchmesse besuchen und hat 10 000 Newsletter an ihre Zielgruppe verschickt. Erhältlich sind ihre Bücher bei allen Online-Shops. Gedruckt wird auf Anfrage. Zudem kann es bei der jungen Autorin direkt unter nadinezimmermann@gmx.ch bezogen werden. Die ersten fünf Bücher werden mit einer persönlichen Widmung versehen.