Benzenschwil: Fleissige Hände im Hintergrund sorgen für Ordnung und Ambiente. Der Kinderweg ist nicht nur im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Die Besucher kommen mittlerweile aus der ganzen Schweiz. Der idyllische Waldweg bietet Natur pur, Feuerstellen und jede Menge Attrak­tionen für die Kleinen. Doch wer steckt eigentlich dahinter? Es gibt sie tatsächlich, die fleissigen Heinzelmännchen, die ihre Arbeit im Verborgenen leisten, ohne dass sie je jemand wirklich gesehen hat. Sie räumen weg, was andere liegen gelassen haben, sie setzen instand, was repariert werden muss, sie sorgen für genug Holz an den Feuerstellen und für einen gepflegten, sicheren Weg. Ohne sie wäre der Kinderweg nicht das, was er heute ist. Grund genug, sie einmal aufzuspüren und ihnen die gebührende Beachtung zu schenken. Früher war der Rundweg nicht mehr als ein schmaler Pfad und wurde Georg-Mäder-Weg genannt, da er von diesem zusammen mit Sepp Uhr angelegt wurde.
«Anreiz, in den Wald zu kommen»
Als vor etwa 17 Jahren «Erlebnis Freiamt» gegründet wurde, war auch Marianne Moos aus Winterschwil dabei. Ihre Idee war es, für die Region einen Kinderweg anzulegen. Die ehemalige Kindergärtnerin stellte fest, dass heutzutage Eltern immer weniger einfach so in den Wald gingen: «Es braucht einen Anreiz, um die Familien trotzdem in den Wald zu holen.» Nach intensiven Vorarbeiten und Abklärungen konnte der Weg vier Jahre später (2004) eröffnet werden. Unterstützung beim Aufbau erhielt Marianne Moos von vier weiteren Frauen und Georg Mäder, der ebenfalls ein Grüppchen von acht bis zehn Männern um sich herum hat. «Es war wirklich schön, die Leute haben sich wie von selbst gefunden, um zu helfen und Freiwilligenarbeit zu leisten», blickt die heute 67-Jährige zurück. Mit viel Engagement wurde der Spielplatz aufgebaut, die Wege verbreitert, Brücken stabilisiert und die ideenreichen Attraktionen wie die Kugelibahn, der Steinkreis, das Labyrinth, der Barfussweg, das Waldsofa, Kletterstangen oder die Klangstäbe aus Holz eingerichtet. Auch die Sponsoren seien anfangs über die Jahre hinweg wie von selbst gekommen, darunter der Lions Club, Coop, Kiwanis Club, Die Mobiliar und viele Private. Das Holz an den Feuerstellen wird von der Gemeinde Merenschwand zur Verfügung gestellt.

Bild und Text Heike Jirku

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 15. Dezember