Gemeindepräsident Hans-Peter Budmiger zum zurückgewiesenen Verwaltungsneubau «Widmen». Ein voller Saal und ein klares Ergebnis. Die Abfuhr an der Gemeindeversammlung hätte kaum deutlicher sein können. Erstmals in seiner Zeit als Gemeinderat sah sich Hans-Peter Budmiger mit der Rückweisung eines Antrages konfrontiert. Nun sind er und seine Kollegen nicht nur gefordert, eine Alternative zum Neubau «Widmen» zu finden. Die zeitliche Verschiebung macht auch eine Verlängerung der Übergangslösungen notwendig. Der Gemeindepräsident erläutert, wie er die Versammlung erlebt hat und was nun die nächsten Schritte sind.

Mit nun einigen Tagen Abstand betrachtet: Wie haben Sie die Gemeindeversammlung erlebt?
Mittlerweile muss ich sagen, dass es gelebte Demokratie war. Und es macht auch Freude, dass so viele Leute kamen und sich an der Diskussion beteiligt haben. Aber klar war ich nach dem zweiten Traktandum erschlagen. Weh tut mir vor allem, dass ich nicht so auftreten konnte, wie ich es von mir gewohnt bin. Ich stand auf einmal vor einer gewaltigen Wand und konnte meine Argumente nicht mehr vortragen, obwohl ich durchaus noch welche gehabt hätte.

Das klingt, als seien Sie auf dem falschen Fuss erwischt worden. Haben Sie denn nicht damit gerechnet, dass es Opposition gegen den geplanten Verwaltungsneubau geben könnte?
Direkt damit gerechnet nicht. Wir haben ja die Parteien miteinbezogen und die haben unser Vorhaben unterstützt. Man hat aber schon gespürt, dass es Leute gibt, die das Ganze nicht gut finden. Nur dass es dann eine solche Dynamik annimmt, das war schon überraschend. Das hat vielleicht auch mit Unmut über andere Bauvorhaben der letzten Zeit zu tun. An der Versammlung hat sich dann alles entladen.

Text Philipp Indermühle und Bild Thomas Strebel

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 17. November 2017