Mit Patrick Tellenbach forderte nach Dani Müller (im Jahr 2015) ein weiterer Murianer Supermoto-Pilot den Dominatoren
Bis zum vorletzten Lauf war der Gewinn der Meisterschaft noch möglich. Bis dahin durfte sich Titelverteidiger Philippe Dupasquier noch nicht sicher sein. Dafür, dass es überhaupt so weit kam, ist ein einheimischer Unternehmer verantwortlich.

Den Namen Patrick Tellenbach muss man sich in der Schweizer Motorrad-Rennsportszene merken. In den vergangenen beiden Supermoto-Schwei­zermeisterschaften belegte er Rang 4 (2015) und Rang 5 (2016). Beide Male war er hinter dem Murianer Urgestein Dani Müller klassiert. In dieser Saison wurden die Rollen getauscht. Während Müller bei seinem achten Gesamtrang vom Pech verfolgt war und nie richtig auf Touren kam, belegte Tellenbach, ebenfalls ein Murianer, den zweiten Schlussrang. Damit etablierte er sich endgültig an der Spitze der Kategorie «Prestige 450».
Dieses Resultat ist nicht hoch genug einzuschätzen. Umso mehr, als er dem alten und neuen Schweizermeister Philippe Dupasquier bis zum finalen Rennwochenende in Ramsen einheizte. Erst nach dem vorletzten Lauf war der Dominator der vergangenen Jahre rechnerisch nicht mehr einzuholen. Zum zweiten Meisterschaftsrang sagt Tellenbach: «Ich bin selber überrascht. Damit habe ich noch nicht gerechnet, vielleicht in zwei Jahren. Dass ich bis Mitte Saison noch an der Spitze lag, war ein spezielles Gefühl.»
In der Tat führte der Automatiker bis zum neunten von 21 Läufen die Meisterschaft sogar an. Da sei er auf einmal mehr im Rampenlicht gestanden und vor den Rennen nervöser gewesen, als in der Vorsaison, gibt er zu. Die Antwort seines welschen Konkurrenten fiel umso heftiger aus. Mit einer schier unglaublichen Serie von neun Laufsiegen hintereinander wendete dieser das Blatt.

Text von Willi Steffen

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 3. November 2017