Das Ende der obligaten Schulzeit ist vielerorts die Abschlussfeier. Auch die Klassen der SeReal Muri verabschiedete sich von der Schule und ihren Lehrpersonen, die sie in den letzten vier Jahren begleitet hatten. Ein letztes Wort des Schulleiters, eine letzte Verabschiedung von den Lehrpersonen, die Entgegennahme der Abschlusszeugnisse und die Schulzeit ist Geschichte.

Lady Gagas «Million Reasons» haben die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen zur Eröffnung ihrer Abschlussfeier ausgesucht. Ein weiterer wichtiger Lebensabschnitt ist zu Ende gegangen an den man sich, auch Jahre später, noch erinnern wird: Die Schulzeit. Einige Wege werden sich trennen, andere bleiben bestehen, Freundschaften sind in der gemeinsamen Zeit entstanden, die noch lange halten können. So war es nicht nur für die Abschlussklassen ein bewegender Moment, auch für deren Eltern und Lehrpersonen war es ein ganz spezielles Erlebnis. Die Kinder sind ein weiteres Stück erwachsener geworden und die Lehrpersonen werden in drei Jahren wieder mit ihren Klassen in der Turnhalle stehen und sie aus der Schulzeit entlassen.

«Unser Werk ist getan»

79 Schülerinnen und Schüler der SeReal und BWS wurden aus der obligaten Schulpflicht entlassen. «Unser Werk ist getan», meinte Schulleiter Hubert Anderhub in seiner Ansprache. Bis auf zwei Schüler konnten alle einen Anschluss, sei es eine Lehre oder die Sekundarschule, finden. Grösstenteils sogar in ihren Traumberufen. «Es ist in der SeReal Tradition, dass die Abschlussklassen diese Feier in Eigenproduktion gestalten», erklärte Anderhub den zahlreichen Anwesenden und übergab das Wort der ersten Klasse für die Verabschiedung. Die verschiedenen Klassen entschieden sich für eine Powerpoint-Präsentation, ein Lied oder einen selbstgedrehten Film. Je nach Produktion wurden die Schülerinnen und Schüler vorgestellt und ihr nächster Schritt ins Erwachsensein. Eines ist nach den Aufführungen sicher, viele steigen in ein Handwerk ein. «Es ist schön, euch nochmals zu sehen und zu wissen wo euer Weg hinführt», meinte Anderhub nach den Präsentationen.
Bei der SeReal hat es Tradition, am «St. Galler Examen» teilzunehmen. Diesmal war das Thema «Meine Box». In einer Diashow wurde den Anwesenden die zahlreichen Ideen gezeigt. Den Fantasien waren hierbei keine Grenzen gesetzt. Eine Jury bewertete die Arbeiten, die in einer Ausstellung gezeigt wurden. Der dritte Platz ging an Rahel Gwerder mit «Blind sein». Den zweiten Rang belegten gemeinsam Kilian Mosimann mit «Handgemachte Box» und Fabienne Müller mit «Norwegische Geschichte». Den ersten Platz belegte Luca Margo mit seiner «Musikbox».

Lachendes und weinendes Auge

Alessia Bonasso, Zoe Bachmann und Tamara Rogger haben ihre obligate Schulzeit hinter sich und sind nach dem Endspurt Happy. Den Blauen Ordner fest im Griff erinnern sie sich an die gute Gemeinschaft während der Schulzeit. Aber auch an die nicht ganz einfache Zeit, wenn man ein Thema nicht verstanden hatte oder die manchmal langweiligen Lehrer. Die Angst, keine Lehrstelle zu finden beschäftigte alle drei. Alessia und Zoe beginnen schon bald ihre Lehre als Fachfrau Betreuung. Alessia bei Menschen mit Behinderung und Zoe bei Kindern. Tamara Rogger ist in ihrem Traumberuf Dentalassistentin zu finden. Unterschiedlich gehen sie mit dem ersten Lohn um. Dieser wird gespart oder man geniesst zum ersten Mal das eigene Geld und geht mit Freundinnen shoppen.