Seit 25 Jahren ist Thomas Käppeli als Kaminfeger tätig. Warum Kaminfeger Glück bringen und wie ihm seine Berufswahl Glück brachte, erklärt der Kaminfegermeister aus Merenschwand.
Als ältester von vier Brüdern hatte Thomas Käppeli keine Berührungsängste mit Putzen. «Schon früh half ich unserer Mutter bei der Hausarbeit auf unserem Bauernhof in Unterrüti bei Merenschwand.» Als Bezirksschüler hätte er viele Möglichkeiten gehabt, wusste aber nicht recht, was er wollte. Die Schnupperlehre bei Kaminfeger Alois Hüsler brachte die Entscheidung. «Es machte mir Spass die verrussten und dreckigen Öfen und Rohre zu putzen und ich freute mich über das saubere Endresultat.» Am 17. April 1977 begann er seine Lehre, das weiss er noch genau. Es folgten Lehrabschluss, ein paar Jahre Berufserfahrung, die Meisterprüfung 1988 und gut zwei Jahre in Hitzkirch in einem anderen Betrieb. 1990 kam der Fachausweis Feuerungskontrolleur dazu und später die Weiterbildungen zum Brandschutzfachmann und Holzfeuerungskontrolleur SKMV. Früher durch den Kanton geregelt, wurden ab 1992 die Gemeinden zuständig, die Aufträge an die Kaminfeger zu vergeben. Beinwil, zusammen mit Benzenschwil und Merenschwand, erreichten ein Pensum von 80% und boten es Käppeli an.
Glück für den Kaminfeger
Ein zweifacher Glücksfall für den Merenschwander. Einerseits konnte er in heimischen Gefilden arbeiten, denn meistens mussten die Kaminfeger fernere Gebiete übernehmen, die durch Pensionierungen frei wurden. Andererseits erlaubte ihm das reduzierte Pensum einen aktiven Anteil an der Familienarbeit zu leisten, was er sehr schätzte.

Text und Bild Silvia Langenbacher

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 29. Dezember