Text und Bild von Philippe Knecht

Unter dem Motto «Köpfe kennen» fand am vergangenen Wochenende die Verbundsübung Vulkano in der Gemeinde Boswil statt. Beteiligt an der ersten Grossübung seiner Art waren verschiedenste Organe des regionalen Bevölkerungsschutzes. Geübt wurden die Ereignisbewältigung, die Evakuierung von Anwohnern und das Betreuen von Betroffenen.

Samstagmorgen, 9 Uhr. Ein blauer Kleintransporter, beladen mit einhundert Kilogramm Feuerwerkkörper, kollidiert bei einem Wendemanöver in der Niesenbergstrasse mit einem Personenwagen. Fünf Verletzte, einer davon Schwerverletzt, benötigen ärztliche Versorgung. Eine starke Rauchentwicklung an der Unfallstelle sowie die Detonationsgefahr des Sprengstoffes gefährden die im Quartier lebenden Anwohner. «Feuerwerk ist genauso gefährlich wie anderer Sprengstoff, wenn nicht sogar gefährlicher, da es extrem feuerempfindlich ist», erklärt Herbert Strebel, Chef des regionalen Führungsorgans (RFO) Muri-Boswil, welches für die Gesamtkoordination der Übung zuständig war. Das Unfallszenario der Übung erforderte den Einsatz der Feuerwehr Boswil, unterstützt durch die Stützpunkt-Feuerwehr Muri+, den Rettungsdienst sowie Chemiefachberater und Sprengstoffexperten der Kantonspolizei Zürich.

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 26. September 2017