Am Montag, 18. September, fand der alljährliche Neuzuzügerabend statt. Mit einem Essen und Ansprachen des Gemeinderates wurden die Neuankömmlinge feierlich in das örtliche Geschehen eingeweiht. Auch ein Säugling nahm teil.

Muri wächst und wächst. Der Bevölkerungszuwachs liegt heuer, gemäss Hans-Peter Budmiger, etwas über dem langjährigen Durchschnitt von rund einem Prozent. Wie jedes Jahr begrüsste der Gemeindepräsident zusammen mit den restlichen Mitgliedern des Gemeinderates alle Neumurianer am traditionellen Neuzuzügerabend. Bei einem schmackhaften Abendessen wurden die Anwesenden in das politische und kulturelle Geschehen im Bezirkshauptort eingeführt. In der Eröffnungsrede vom Gemeindepräsidenten erfuhr man erst einmal einige statistische Eckdaten zum Ort.
In den nächsten Jahren erwartet er ein schnelleres Wachstum. «Die Achttausendergrenze werden wir wohl in absehbarer Zeit knacken», meinte Budmiger. Trotzdem seien in Muri dieses Jahr nicht so viele zugezogen, wie der Bauboom hier vermuten lassen könnte. Muri ist auch ein Wirtschaftsstandort. Rund fünftausend Arbeitsplätze gibt es hier, fast gleichviel wie es Arbeitnehmer gibt. Etwa ein Viertel dieser Stellen liegen im Gesundheitsbereich. Trotzdem gibt es auch viele Pendler, die von den guten Verkehrsverbindungen profitieren.
Ein Zehntel war anwesend
Vierhundertdreissig Einladungen wurden für den Abend im Zentrum im Roos verschickt. Ungefähr ein Zehntel davon hat die Gelegenheit genutzt. «Jene, die an einem solchen Abend teilnehmen, sind in der Regel auch diejenigen, welche sich später aktiv am Gemeindeleben beteiligen», ist Budmiger überzeugt. Eine der anwesenden Neuzuzügerinnen wurde bereits zur Mitarbeit im Finanzamt gewählt. Eine zweite engagiert sich im Stadtrat von Adelburg, was Budmigers Einschätzung bestätigt.
Das Küken im Saal war gerade einmal sechs Tage alt. Sie ist damit die Jüngste, die je an einem Neuzuzügerabend teilgenommen hat.
Crèmeschnitten von den Fasnächtlern
Von den 130 Vereinen in Muri hat die Fasnachtsgesellschaft jeweils das Privileg, sich den Neuankömmlingen an der Willkommensveranstaltung vorstellen zu können. Mit dem Sponsoring des Desserts revanchieren sie sich für dieses Vorrecht. So kamen alle siebzig Anwesenden in den Genuss einer Crèmeschnitte einer ortsansässigen Bäckerei. Zuvor durften die Neuzuzüger bei einem Glas Murianer Wein alles über das Angebot der Kirche und die Tätigkeiten des Frauenbundes erfahren.

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 22. September 2017