Der Murianer Heinz Loher nahm an einem der grössten Ultraläufen des Planeten teil. Am 10. September startete die achte Ausgabe des «Tor des Géants» im italienischen Courmayeur mit über 800 Teilnehmern aus aller Welt. 461 schafften es ins Ziel. Mitten unter ihnen war auch ein Freiämter.

Heinz Loher aus Muri stellte sich der Herausforderung: 330 Kilometer und über 24000 zu erklimmende Höhenmeter. Die Zahlen alleine bescheren sogar so manchem Bergsportbegeisterten Gänsehaut. Der im italienischen Aostatal ausgetragene «Tor des Géants» ist einer der härtesten Läufe der Welt. Obwohl der Ultralauf (so werden Läufe mit einer Laufdistanz von mehr als 50 Kilometern bezeichnet) erst seit 2010 stattfindet, hat er bereits Legendenstatus unter den Trailläufern erreicht.

Als einzige vom Veranstalter neben der Laufstrecke gestellte Hürde mussten die Teilnehmer gegen eine tickende Uhr antreten. 150 Stunden (oder sechs Tage und sechs Stunden) hatten sie Zeit, um die ungeheure Herausforderung zu meistern. Heinz Loher überquerte schliesslich am vergangenen Freitagabend mit einer Zeit von 130 Stunden 54 Minuten und zwölf Sekunden die Ziellinie und positionierte sich auf dem beeindruckenden 203. Platz.
Der Sieg der Extremsport-Veranstaltung ging an den Spanier Javi Dominguez-Ledo. Er gewann den Titel vor dem Italiener Oliviero Bosatelli mit einer rekordverdächtigen Laufzeit von 67 Stunden und 52 Minuten und somit gut zwei Stunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Vorderster Schweizer in der Rangierung war Marco Gazzola auf dem sechsten Platz.

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 19. September 2017